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Mit Blitz einfrieren und mit Licht malen Tutorial

Fotografie Tipps: Die Belichtungszeit


 2. Februar 2017

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Fotografie Tipps

 

Da unsere Fotografie Tipps bei euch so gut angekommen sind, haben wir einige Beiträge überarbeite, ergänzt und weitere wertvolle Tipps eingefügt. Außer diesem Beitrag wurde bereits der Post Blende Fotografie Tipps um Expertenwissen wie z.B.: die förderliche Blende erweitert. Solltet ihr bereits wissen wie die Blende und die Belichtungszeit funktioniert, so erfahrt ihr im Beitrag Der Iso wie diese beiden Elemente zusammen mit dem ISO kombiniert werden und ihr somit durch den Manuellen Modus volle Kontrolle über eure Kamera bekommt. Zwei weitere wichtige grundlegende Elemente der Fotografie könnt ihr im Beitrag Perspektive und Bildwinkel erlernen.

Habt ihr diese Beiträge durch, so geht es an die Kreativen Tipps und ihr erfahrt: Wie bekomme ich eine Unscharfen Hintergrund?, Wie setze ich Farben in Fotos gezielt ein?wie nutze ich das Licht am besten? Und natürlich verraten wir euch auch, wie ihr mit wenig Geld coole Fotografie Effekte erzielt im Beitrag Low Budget Foto Tipps.

Sind die Bilder erstmal gemacht geht es an die Bearbeitung. Hier zeigen wir euch wie man Cinemagrafiken macht und bieten euch kostenlose Color Lookups zum download an, für coole Farbeffekte.

 

 

Die Belichtungszeit

 

Nach dem wir uns im letzten Beitrag der Blende gewidmet haben nehmen wir uns jetzt die Belichtungs- bzw. Verschlusszeit vor. Die Belichtungszeit ist die Zeitspanne in der Licht durch das Objektiv auf den Sensor bzw. Film trifft. Hierbei gilt: je länger die Zeit ist, in der Licht auf den Sensor fällt umso heller wird das Bild. Die Zahlen werden genauso wie bei der Blende oft in einem Bruch angegeben. Jedoch sind die Zahlen weniger Abstrakt z.B.: 1/2 Sekunde.

aperture in a lens

 

 

 

Hier ist es einfacher sich zu merken, wann man die doppelte Menge an Licht erhält. Eine 1/4 Sekunde lässt doppelt so viel Licht durch wie 1/8 Sekunde. Hier gibt es nur einige Ausnahmen um uns die Sache etwas zu erleichtern. So geht es nach 1/8 Sekunde nicht mit 1/16 S. weiter, sondern mit 1/15 S..

 

 

Die ganze Belichtungsreihe:

30s – 15s – 8s – 4s – 2s – 1s – 1/2s – 1/4s – 1/8s – 1/15s – 1/30s – 1/60s -1/125s – 1/250s – 1/500s – 1/1000s -1/2000s – 1/4000s

example for field of depth


bewegungs-unschaerfe

 

Nun ist es wichtig eine Belichtungszeit zu wählen damit die Bilder nicht verwackeln. Wird die Belichtungszeit zu lange und man hat kein Stativ dabei werden die Bilder unscharf. Hier kann man als Daumenregel sagen: Den Kehrwert der Brennweite sollte man nicht unterschreiten. Klingt komplizierter als es ist! Damit ist einfach nur gemeint: Bei einem 50mm Objektiv nicht länger als 1/50s belichten (z.B.: 1/10 wäre zu lange) und bei einem 80mm Objektiv nicht länger als 1/80s.

 

 

 

 

Achtung:

Diese Daumenregel bezieht sich auf Vollformat Kameras! Bei Kameras mit kleineren Sensoren muss der Kehrwert mit dem Cropfaktor multipliziert werden! Die meisten Spiegelreflexkameras, die keine Vollformat sind, haben einen APS-C Sensor mit dem Cropwert 1.6. Daraus ergibt sich bei 50mm: 1/50 * 1,6 = 80mm. Also nicht länger als eine 1/80s bei einem 50mm mit einem APS-C Sensor (Z.B.: bei allen Canon Kameras mit einer 3-stelligen Kamera Nummer: 700D, 600D, 550D, usw. … und der 7D). Am einfachsten findet Ihr den Cropfaktor raus indem ihr (Kamera xyz cropfactor) googelt. Vollfromat Spiegelreflex Kameras sind z.B. Canon 5D, 6D – Nikon D750, D810, D610.

Effekte mit Belichtungszeit

Wie auch bei der Blende mit der Unschärfe im Hintergrund, kann es sinnvoll sein eine gezielte Bewegungsunschärfe zu erzeugen, um auf dem Bild Bewegung darzustellen. Je länger ich das Bild belichte umso mehr Bewegungsunschärfe bekomme ich. Wenn ich das Bild lange genug belichte kann es sogar sein, dass bewegende Objekte ganz verschwinden. (Z.B.: Wie im Beispiel mit dem Windrad.) Auch Wasser kann so mit einer langen Belichtungszeit weich fließend oder detailgetreu wie fest gefroren mit einer kurzen Belichtungszeit fotografiert werden.

Wasser am Meer mit 1/50s und 1 s Belichtungszeit fotografiert.

Das fahrende Auto

Nun könnt ihr natürlich auch die Bewegungsunschärfe nicht nur auf das bewegte Objekt anwenden. Es besteht die Möglichkeit den Effekt umzukehren, sodass sich bewegende Objekt z.B.: ein Auto, Bus, Fahrradfahrer oder ähnliches scharf abgebildet sind und die Umgebung durch die Bewegung verschwommen ist. Diesen Effekt bekommt ihr, indem ihr z.B.: das Auto mit der Kamera durch den Sucher verfolgt und in der Bewegung abdrückt.


Fotografie Tipps Belichtungszeit Roter Fahrender Bus


 

Langzeitbelichtungen

Einen weiteren tollen Effekt erhaltet ihr, wenn das Bild besonders lange über mehrere Sekunden belichtet wird. Dadurch wird Nachts alles Tag hell und ihr erzielt wunderschöne Aufnahmen von Landschaften, Gebäuden oder auch dem Sternenhimmel. Dafür ist allerdings ein Stativ notwendig, da sonst die Bilder verwackelt werden. Alternativ ist es auch möglich die Kamera auf einen Festen Untergrund zu legen.

 

Fotografie Tipps Langzeitbelichtung

Fotografie Tipps die Belichtungszeit Langzeitbelichtung Spree

Mit Licht malen

Eine weitere Möglichkeit mit der Belichtungszeit coole Effekte zu erzielen ist mit Licht zu malen. Bestimmt kennt ihr Bilder, bei denen man mit Licht etwas geschrieben hat. Diesen Effekt erzielt ihr indem Ihr die Kamera eine lange Belichtungszeit einstellt und dann euch mit einem Licht, z.B.: einer Taschenlampe, vor die Kamera stellt und etwas malt. Durch die lange Belichtungszeit malt ihr auf das Foto mit dem Licht.


Mit Licht Zeichnen durch Langzeitbelichtung ( lange Belichtunszeit )

Mit Blitz einfrieren

Diese Technik wird häufig in der Club Fotografie verwendet. Auch ich habe mir diesen Effekt damals als Eventfotograf fast jeden Abend zu nutze gemacht. Die Person ist scharf abgebildet, der Hintergrund ist verschwommen und mit den Lichter könnt ihr malen. Diesen Effekt erreicht ihr, indem ihr mit Blitz und einer langen Belichtungszeit arbeitet. Der Trick liegt dabei, dass ihr im dunkeln die Person vor euch mit dem Blitz ausleuchtet. Den der Blitz gibt seine gesamte Power in ca. einer 1/500 sec. ab. Dadurch ist die Person scharf abgebildet, da der Blitz durch eine sehr kurze „Belichtungszeit des Blitzes“ (Abbrennzeit heißt es hier richtig) die Person scharf auf dem Foto festhält. Der dunkle Hintergrund kann aber noch mit dem restlichen Umgebungslicht in der restlichen Belichtungszeit der Kamera „bemalt“ werden. Indem ihr die Kamera nach dem Blitz während der Belichtungszeit bewegt. Könnt ihr mit den Hintergrundlichtern coole Effekte erzeugen.


Mit Blitz einfrieren und mit Licht malen Tutorial

Der Bildstabilisator

Viele haben an der Kamera oder im Objektiv noch einen Bildstabilisator. Dieser ist eine gute Hilfe um aus der Hand zu fotografieren, mit einem Bildstabilisator könnt ihr bei der Daumenregel sogar noch ein bisschen längere Zeiten verwenden ohne, dass das Bild verwackelt ist (in der Regel bis zu 4 Belichtungsstufen). Allerdings sollte der Bildstabilisator immer ausgeschaltet werden sobald man ein Stativ verwendet, da sonst Korrekturen erfolgen können, die gar nicht notwendig waren und das Bild leicht verwackeln können. Bei Bildstabilisatoren gibt es zwei unterschiedliche, Bildstabilisatoren die im Objektiv (Canon und Nikon) oder in der Kamera beim Sensor (Sony und Olympus) verbaut sind. Leider gibt es hier keinen einheitlichen Namen, und so gibt es verschiedene Bezeichnungen:


Canon: IS (Image Stabilisation)
Nikon: VR (Vibration Reduction)
Sony: OSS (Optical Steady Shot)
Sigma: OS (Optical Stabilizer)
Tamron: VC (Vibration Compensation)
Panasonic & Fujifilm: OIS (Optical Image Stabilizer)

 

 

canon 50mm f/1.8 Objektiv Schriftzug

Tipp:

Wenn Ihr jetzt die unterschiedlichen Belichtungszeiten ausprobieren möchtet ohne ständig auf die richtige Belichtung zu achten könnt ihr den „Time Value“ oder auch Blendenautomatik (bzw. Zeitvorwahl) Modus einstellen. Hier stellt ihr die Belichtungszeit ein und die passende Blende für eine richtige Belichtung wird automatisch eingestellt. Bei Nikon findet ihr den Modus unter S.

 

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