Die Grundlagen – Der ISO

[I]Es geht in die dritte Runde der Fotografie Tipps mit dem Thema der ISO! Und nachdem wir uns jetzt mit der Blende, der Belichtungszeit sowie tollen LOW BUDGET Foto Tipps  beschäftigt und hilfreiche Tipps zu den Themen bessere Portraitsdie Farben in der Fotografie und einfach tollere Fotos erhalten haben, werden wir uns dem letzten Element widmen um von Automatik in den manuellen Modus der Kamera zu wechseln: den ISO Wert. [/I]

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Der ISO Wert gibt uns an wie schnell der Sensor oder der Film in der Kamera Licht annimmt. Wer noch analog fotografiert hat, kennt das bestimmt. Da musste man einen Film aussuchen z.B.: mit 200 oder auch 400 ISO, war dieser Film einmal eingelegt konnte man nichts mehr am ISO ändern. Hier war der ISO wirklich eine Eigenschaft des eingelegten Filmes und nicht der Kamera.


Da wir jedoch im digitalen Zeitalter angekommen sind, wurde der Film durch einen Lichtsensor in der Kamera ersetzt. Deswegen können wir den ISO nach Belieben verstellen. Zum Glück muss man sich auch hier nicht viel merken: Verdoppeln wir den ISO bekommen wir doppelt so viel Licht und das ist eine Stufe. Daher gilt auch: halbieren wir den ISO bekommen wir nur halb so viel Licht und haben eine Helligkeitsstufe weniger.


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Die Praxis

[I]Jetzt schauen wir uns an wie wir das Bild richtig belichten. Aber zuerst reden wir nochmal über die Belichtungsmöglichkeiten der zwei vorherigen Beiträge. Bei der Blende haben wir die Blendenstufen die uns angeben, wie viel Licht durch die Blenden Öffnung kommt und somit welche Blendenstufen es gibt. Die Belichtungszeit macht es uns etwas einfacher, hier müssen wir den Wert einfach verdoppeln oder halbieren um zur nächsten oder vorherigen Stufe zu gelangen. Ich rede hier von Stufen um gleich die Helligkeitsunterschiede bei Blende, Belichtungszeit und ISO zu vergleichen. Jetzt können wir die Kamera in den manuellen Modus stellen und ich erkläre dieses Thema an 2 Beispielen, hierfür liste ich die Stufen bei Blende, Belichtungszeit und ISO auf.[/I]


Beispiel 1

Wir wollen ein Bild machen, die Helligkeit gefällt uns, aber das Bild wird verwackelt, da die Belichtungszeit zu lang ist. Wir stellen die Belichtungszeit um 2 Stufen kürzer und…


Möglichkeit 1

… öffnen die Blende um 2 Stufen.

  


 Möglichkeit 2

… stellen den ISO um 2 Stufen heller.

  


 

 Möglichkeit 3

… öffnen die Blende um 1 Stufe und stellen den ISO um eine Stufe heller.

 


 

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Beispiel 2

Wir wollen mehr Unschärfe im Hintergrund ohne die Helligkeit zu verändern. Wir öffnen die Blende um 3 Stufen und…


 

Möglichkeit 1

… wir machen die Belichtungszeit um 3 Stufen kürzer.

 

 


 

Möglichkeit 2

… wir verringern den ISO um 3 Stufen.

 

 


 

Möglichkeit 3

…Wir machen die Belichtungszeit um eine Stufe kürzer und verringern den ISO um 2 Stufen.

 


 Achtung!

[I]Mittlerweile gibt es auch Kameras bei denen man eine ISO von bis zu 25.600 oder mehr einstellen kann. Ob das wirklich sinnvoll ist, muss jeder für sich entscheiden, denn es gilt: Je höher ich den ISO stelle, umso mehr Rauschen habe ich auf dem Foto. Dabei ist es aber auch von der Kamera abhängig. Bei meiner ersten Kamera konnte man die Bilder bei einem ISO von 1600 kaum noch verwenden. Meine jetzige macht noch wirklich sehr gute Ergebnisse mit 3200.
Aber auch wenn man beim Fotografieren noch kein Rauschen sieht, sollte man aufpassen! Oft kommt das Rauschen erst in der Nachbearbeitung so richtig zum Vorschein. Daher sollte man den ISO immer so klein wie möglich halten, es sei denn man möchte extra ein bisschen Körnigkeit bzw. Bildrauschen in seinen Fotos haben. Manchmal arbeite ich extra mit höherem ISO, um einen ganz bestimmten Bild Look zu erzeugen.[/I]

 Tipp

[I]Fotografiert ihr im Format „RAW“ könnt ihr in Photoshop oder GIMP die Belichtung(Helligkeit) um 3 Stufen heller oder dunkler ohne großen Qualitätsverlust machen. Daher empfehle ich: Anstatt den ISO auf 12.800 zu stellen lieber mit 1600 fotografieren und in der Nachbearbeitung 3 Stufen heller zu stellen.
Eigentlich jede Kamera hat einen eingebauten Helligkeitsmesser (Belichtungsmesser). Der sieht in etwa so aus:[/I]

Der Balken unten zeigt euch an wie viele Stufen das Bild zu hell, zu dunkel oder ob es perfekt belichtet ist. Jedoch ist es wie mit allen Maschinen: Es ist eine Hilfe aber liefert auch nicht immer das perfekte Ergebnis. „Das perfekte Ergebnis“ gibt es sowieso nicht. Für jeden wirkt das Bild unterschiedlich besser.

[I]Um die richtige Helligkeit zu bekommen müssen wir also mit den drei Werten jonglieren: Blende, Belichtungszeit, ISO. Wichtig ist hier nicht alles auswendig zu wissen, sondern zu wissen wie das Prinzip funktioniert. Ich rechne auch nicht beim Fotografieren, sondern ich weiß ich habe die Blende von z.B.: 1.8 auf 1.4 gestellt also muss ich die Zeit fast halbieren.


Als Merkhilfe hat mir am Anfang geholfen (Fotografen werden mich jetzt auslachen): Wir mixen uns den perfekten Bild-Cocktail aus drei Säften: Blende, Belichtungszeit und ISO. Wenn ich weniger von dem Blende Saft reinpackte muss ich mehr von Belichtungszeit und/oder ISO reinpacken um das Glas voll zu machen.[/I]

Ich hoffe ich konnte jetzt mit den ersten drei Teilen einen ersten Eindruck geben, wie man eine Spiegelreflexkamera richtig nutzt. Aber bekanntlich wird man ja durch Übung erst zum Meister. Also ran an die Kameras und losfotografiert! 🙂



Nächste Woche: Wie bekomme ich einen unscharfen Hintergrund

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