Wenn Influencer und Instagram Stars mit
Fake Fans besser behandelt werden als Blogger

Ich bin sauer. Stocksauer. Wie ihr inzwischen wisst, habe ich dieses Halbjahr die Fashion Week hier in Berlin nicht besucht. Das hatte mehrere Gründe. Zum einen wollte ich eine kleine Pause von der Fake Blogger Welt und zum anderen wollte ich neuen Content kreieren, da ich seit diesem Jahr Vollzeitbloggerin bin. Aber vor allem hat man mich dieses Jahr bei keinem Blogger Event oder auf irgendwelcher Show gesehen, weil ich richtig enttäuscht von diversen PR Agenturen bin.

Style Light Shoot Christina Key Buch


Wie Ally von Puppenzirkus habe ich dieses Jahr für manche Shows, bei denen ich davor immer eingeladen war, leider keine Karte bekommen. Sie wurde dieses Jahr nämlich an diverse Instagram Stars oder eben “Influencer” vergeben, die sich mit Mode nicht wirklich gut auskennen oder gar etwas über die Designerin wissen, aber eben mehr (Fake) Follower haben. Ich, die z.B schon zwei mal bei Rebekka Ruétz war und jedes mal ausführlich über die Kollektionen berichtet habe, musste dieses Halbjahr leider leer ausgehen, obwohl ich mich schon sooo auf die neue Kollektion der Österreichischen Designerin gefreut habe.


Ich liebe ihre Mode nämlich sehr, wie ich euch schon in meinen Beiträgen Vintage Baby und Rebekka Ruétz inspiriertes Outfit gezeigt und erzählt habe. Bei beiden Beiträgen habe ich mir richtig viel Mühe gegeben, habe skizziert, nachgestylt und recherchiert. Aber dieses mal wurde meine Karte einfach an eine Instagram bzw. Influencerin die zwar eine größere Instagram Fangemeinde, aber jedoch keinen eigenen Blog hat, vergeben. Wenn ich die Instagram Accounts, der Mädels die bei ihrer Show eingeladen waren mit meinem vergleiche stelle ich fest: Die Chicks haben oft zwar zwischen 30 und 120 Tausend Follower, aber jedes Bild bekommt im Durchschnitt nur 300 Likes.

Rebekka Ruétz Mode

 


 Influencer vs Blogger

Ich mit meinem bescheidenden 2000 Followern bekomme im Schnitt 160 Likes pro hochgeladenes Foto. Stimmt doch irgendwas bei denen nicht oder? Liebe PR Agenturen, merkt ihr eigentlich nicht was ihr da tut? Ihr ladet Leute ein, die sich ihre Instagram Followerzahl frisiert haben und dann bei der Show nur doofe Handyfotos machen? Die einzige Frage, die sich solche sogenannten Influencer nach der Show gestellt haben, war die ob auch jeder eine tolle Goodie Bag abgestaubt hat. Ich kann ehrlich nur den Kopf schütteln! Es gibt so viele Blogger, die so gerne dabei gewesen wären, bereit waren ihre verdammt schweren Spiegelreflexkameras mitzunehmen und gescheite, unverpixelte Fotos von den Kollektionen zu machen!

Ach, habe ich schon erwähnt, dass wir Blogger die Designer freiwillig auf Do Follow verlinkt hätten? Merkt ihr eigentlich nicht, dass ihr euch ins eigene Bein schießt?! Durch uns hätten wesentlich mehr Leute von euren wundervollen Kollektionen erfahren und Mr. Google im Übrigen auch! Die SEO Optimierung gehört für uns nämlich so selbstverständlich dazu wie der Donner zum Blitz. Eure wundervollen Arbeiten würden durch uns noch nach Monaten bei etlichen Suchmaschinen und sozialen Netzwerken wie Facebook, Pinterest oder Google+ angezeigt werden, steckt doch in jedem einzelnen Kleidungsstück so viel Arbeit. Für uns sind eure Shows nicht nur eine Gelegenheit unsere Follower live mitzunehmen und einfach mal etwas anderes zu zeigen als unsere narzistische Art. Für uns sind eure Shows Inspiration Pur, Energie und neuer Content. Content von dem auch ihr was habt. 

Rebekka Ruétz Outfit Inspiration

Portrait Christina Key

Funkart Rebekka Ruétz
Rebekka Ruétz Funk Art Kollektion

Rebekka Ruétz Fashion Week Berlin

Ein paar Kunswerke der Kollektion Funkart von Rebkka Ruétz


 


Outfit inspiriert von Rebekka Ruétz

Brauner Maxirock mit Bomberjacke

Mein Outfit das von dieser wundervollen Kollektion inspiriert ist


 Die Sache mit der Glaubwürdigkeit

Dummerweise arbeiten viele Unternehmen zunehmend mit Influencer, Instagram Stars und Bloggern zusammen, die eigentlich gar nicht zu ihrer Marke passen. Sie schauen dabei nicht auf die Themen, über die der Social Media Star da schreibt, sondern begutachten in erster Linie deren Reichweite. Es ist in dieser Zeit egal, ob diese Person überhaupt zur Philosophie oder schlicht und ergreifend zur Art des Unternehmens passen. Es wird für Lippenstift geworben, obwohl ganz offen gesagt wird, dass man von Make-Up eigentlich gar keine Ahnung hat und man sich sowieso immer gleich schminkt oder in der ersten Reihe einer Luxusmarke gesessen, obwohl man eigentlich Werbung für einen günstigeren Schuhhersteller macht.


In ist eben, wer in der Wolke, in der nur die Reichweite zählt, drin ist. Dass das aber so nicht auf lange Zeit gut gehen kann, hat auch schon Swantje von The Original Copy erkannt. So kritisiert sie z.B die Kooperation von Caro Daur mit Mac. Sie vertritt dabei deutlich die Meinung, dass sie nicht eifersüchtig ist und es Caro voll und ganz gönnt, aber dass eben eine andere Person wie Farina von Novananalove einfach besser geeignet wäre. Aber alles was mal wieder zählt ist die Reichweite einer Person. Mit diesem Vorgehen schießen sich die Marken ins eigene Bein, diese Meinung habe ich ebenfalls zu diesem Thema. Es ist einfach unglaublich dumm, Personen für eine Kampagne zu wählen, die einfach mal gar nicht zu der jeweiligen Marke passen. Denken die wirklich, dass die Verbraucher bzw. Fans des “Stars” so doof sind und ihnen einfach alles ohne zu hinterfragen, abnehmen? Ich tue es jedenfalls nicht.

Mögen die PR Agenturen die Einladungen zur nächsten Fashion Week Berlin überdenken!
Blogger vs Influencer

Wie steht ihr zu dem Thema? XX, Christina Key

[xoxo]


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Influencer vs Blogger


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