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ND-Filter – sinnvoll?

11. Februar 2019

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ND-Filter – sinnvoll oder nutzloses Add-on?

In der Fotografie gibt es eine nahezu unüberschaubare Fülle von Zubehör und selbst in einzelnen Teilbereichen ist die Auswahl von verschiedenen Ausführungen riesig. Hierzu gehören auch diverse Filter. Doch so groß die Auswahl an verschiedenen Modellen ist, so unterschiedlich ist auch ihr effektiver Nutzen. Während UV-Filter lediglich als ein mechanischer Schutz für das Objektiv zu betrachten sind, sieht es bei anderen Filtern deutlich anders aus. Eines der Beispiele hierfür sind die Neutraldichte- oder kurz ND-Filter.

ND-Filter - sinnvoll Fotografie Tipps

Langzeitbelichtung am Berliner Wannsee. Fotografiert mit einem ND-Filter.

Was ist ein ND-Filter?

Ein ND-Filter ist in der Regel nichts anderes, als eine Kunststoff- oder Glasscheibe, welche gleichmäßig abgedunkelt ist. Dies klingt auf den ersten Blick unspektakulär und insbesondere Fotografie Neulingen wird dies wenig sinnvoll erscheinen, da doch “immer” auf möglichst gute Belichtung geachtet wird.

Der ND-Filter ist tatsächlich von seiner Funktionsweise her wenig spektakulär, denn er ist kaum etwas anderes als eine Sonnenbrille für die Kamera und sein vermeintlicher Nutzen könnte wohl auch mit kürzeren Belichtungszeiten oder kleineren Blenden erreicht werden. Tatsächlich liegt sein Nutzen jedoch darin diese zwei Einstellungen nicht, oder sogar in die entgegengesetzte Richtung verändern zu müssen.

Eine Sonnenbrille für die Kamera

Ein gleichmäßig abgedunkelter Filter kann den Arbeitsaufwand an Sommertagen reduzieren. Wenn die Lichtverhältnisse oft wechseln, dann ist es meistens einfacher einen Filter anzubringen, als andauernd die Einstellungen der Kamera anzupassen. Die Helligkeitsunterschiede werden reduziert und Abweichungen lassen sich leichter nachträglich in Bildbearbeitungsprogrammen korrigieren. Der einfachste Nutzen von ND-Filtern ist es überbelichtete, “ausgebrannte” Bildbereiche zu vermeiden, da an zu hellen Stellen der Überschuss an Licht herausgefiltert wird.

Weniger Licht – längere Belichtungszeit

Der eigentliche Sinn von einem ND-Filter ist jedoch nicht das alleinige Filtern von einem Überschuss an Licht an besonders sonnigen Tagen, sondern eine Reduktion der Lichtmenge unter den eigentlich erwünschten Wert. Dies macht es notwendig die Einstellungen der Kamera zu korrigieren und zumindest die Belichtungszeit zu erhöhen oder auch die Blende weiter zu öffnen. Daraus resultiert eine mehr oder weniger große Unschärfe bei bewegten Objekten. Während dies in vielen Fällen unerwünscht ist, sind einige Aufnahmen ohne diesen Effekt gar nicht möglich.

Set bestehend aus verschiedenen ND-Filtern

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ND-Filter in der Landschaftsfotografie

ND-Filter sind insbesondere in der Landschaftsfotografie von Bedeutung um diese so ruhig wie möglich darzustellen. Ein Beispiel sind stehende Gewässer. Selbst an windstillen Tagen gibt es eine gewisse Kräuselung der Wasseroberfläche. Um eine vermeintlich glatte Wasseroberfläche zu erzielen muss die Belichtungszeit lang genug sein, damit eine kleine Welle bereits weiter gewandert ist, bevor sie abgebildet werden kann. Ohne einen ND-Filter würde die lange Belichtungszeit jedoch zu einer Überbelichtung führen, die kaum am Computer zu korrigieren wäre.

Ein anderes Beispiel ist die Fotografie von Sternen mit Hilfe eines Teleskops. An den meisten Tagen gibt es zumindest ein paar Wolken. Durch lange Belichtungszeiten lassen sie sich ebenfalls ausblenden. Auch in der Fotografie von Gebäuden können ND-Filter helfen. Da hier theoretisch stundenlang belichtet werden kann, hinterlassen vorbeigehende Menschen oder Fahrzeuge keine Abbilder auf Filmen oder Lichtsensoren.

Langzeitbelichtung fotografiert mit ND-Filter

Auch bei diesem Foto kam ein ND-Filter zum Einsatz.

Fließende Bewegungen

Ein Sonderfall ist das Erzielen bestimmter Effekte. Beispielsweise ist es möglich an einem Wasserfall durch viel Licht und kürzeste Belichtungszeiten jeden einzelnen Tropfen in einer Momentaufnahme scharf abzubilden. Das Ergebnis ist Wasser welches wie zu Eis gefroren aussieht. Mit einer langen Belichtungszeit wird das Wasser in seiner Fließbewegung eingefangen und der Wasserfall wirkt wie ein weißer Vorhang.

Runde oder eckige ND-Filter?

Es gibt runde Ausführungen zum anschrauben und eckige für separate Halterungen. Letztere haben einen weiteren Vorteil. Soll der Horizont einer ebenen Landschaft fotografiert werden, dann ist der Himmel oft überbelichtet. Ein eckiger ND-Filter kann in die fest montierte Halterung so eingeschoben werden, dass er im Blickfeld bis zum Horizont reicht. So wird der Himmel selektiv abgedunkelt.

Ein wenig Mathematik

ND-Filter haben bestimmte Faktoren, um die sie das Bild verdunkeln. Um den Lichtverlust auszugleichen, muss berechnet werden, um wie viel die Belichtungszeit gesteigert werden muss, da ansonsten das Bild so dunkel wird, dass auch am Computer nicht mehr viel korrigiert werden kann.

Langzeitbelichtung ND-Filter Fotografie Tipps

 

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